Jury-Stimmen zum Wellpappe Austria Award 2026

Gerlinde Gruber-Avramidis, Verpackungs-Designerin
Als Jury testen wir jede eingereichte Verpackung im praktischen Gebrauch und achten dabei unter anderem auf deren Funktionalität, etwa bei Aufreißlaschen und Verschlüssen. Was mich bei den Einreichungen heuer positiv überrascht hat, ist die zunehmenden Nachhaltigkeit der eingereichten Produkte. Ein Grund dafür ist sicher auch die neue EU-Richtlinie PPWR. Was ich besonders toll finde, ist, dass wir eine fast 100-Prozent weibliche Jury sind.

Susanne Aigner, Berufsschule für Chemie, Grafik und gestaltende Berufe
Besonders überzeugt haben mich heuer die Einreichungen in ‚Wellpappe Kreativ, vor allem die Rohrschellen-Verpackung: Sie kommt mit wenig Material aus, ist funktional, kreativ und folgt dem Prinzip ‚so einfach wie möglich‘. Auch die Eyecatcher am Point of Sale, insbesondere die Displays aus Wellpappe, haben mich erneut beeindruckt. Genial finde ich die Kategorie „Nachwuchs“, da sich hier junge, angehende Verpackungstechniker*innen einbringen können und dies bereits sehr kreativ umsetzen. Toll wäre, wenn künftig noch mehrere Talente einreichen!

Kerstin Jahn, Altstoff Recycling Austria
Besonders auffällig ist heuer, dass Unternehmen bei der Konstruktion von Wellpappeverpackungen zunehmend auf Nachhaltigkeitsaspekte bedacht sind. Getrieben von der PPWR gewinnen bei Transportverpackungen Leerraum-Reduktion und recyclingfähige Monomaterial-Lösungen an Bedeutung. Alles mit dem Ziel, Überverpackungen zu vermeiden, ohne den Produktschutz zu gefährden.

Martina Hörmer, Consulting
Positiv stimmt mich, dass immer mehr Industrieunternehmen von Kunststoff auf Wellpappe umstellen. Für mich ist das ein klares Signal, dass Nachhaltigkeit längst in der Breite angekommen ist. Auch im Supermarktregal gewinnt Wellpappe an Sichtbarkeit – auch wenn dort nach wie vor Marke, Produkt und Inszenierung den ersten Eindruck bestimmen. Für das kommende Jahr wünsche ich mir deshalb vor allem eines: eine Innovation aus dem Konsumgüterbereich die neue Maßstäbe setzt und Wellpappe noch stärker zum Gamechanger am Regal macht.

Victoria Krauter, Hochschule Campus Wien
Jedes Jahr überraschen uns die eingereichten Projekte und Verpackungen: Teils unscheinbar von außen, aber innen durchdacht und technisch ausgeklügelt gestaltet. Unsere Aufgabe als Fachjury ist es, kritisch zu sein: Wir zerlegen die Verpackung, testen den Produktschutz und die Transportsicherheit, und wie leicht sich ein Produkt entnehmen lässt. Das machen wir mit allen unseren Sinnen. Nach intensiver interner Diskussion treffen wir dann gemeinsam die Entscheidung.

Anna Hannel, Bildungsforum PROPAK
Ich bin heuer erstmals in der Jury zum Wellpappe Austria Award. Was mir aufgefallen ist, ist die Kompetenz der Mitglieder und die professionelle, angenehme Stimmung während der fast vierstündigen Jurysitzung. Besonders am Herzen liegt mir die Kategorie Nachwuchs: Hier reichen junge Talente ein, die noch am Beginn ihrer Verpackungstechnik-Karriere stehen. Und einige Projekte sind wirklich beeindruckend.

Michael Auer, Österreichisches Institut für Verpackungswesen
Besonders überzeugt hat mich heuer die Vielfalt der Einreichungen: sie macht die Juryarbeit jedes Jahr anspruchsvoll und interessant, weil die Kriterien individuell gewichtet werden müssen. Mein Fokus liegt dabei auf Konstruktion und Beständigkeit der Verpackungen. Heuer gab es durchwegs sehr gute Einreichungen.

Danke an die Fach-Jury
Bereits zum zwölften Mal werden heuer die Wellpappe Austria Awards verliehen. Aus 38 Einreichungen hat die Fach-Jury in jeder Kategorie die drei besten Einreichungen nominiert, die Sieger gekürt, sowie den Sonderpreis Druck vergeben. Die Awards werden am 12. November im Casanova Vienna verliehen.
